Wissensdatenbank Psychomotorik

Aktuelle wissenschaftliche Studien zu Psychomotorik, Motopädagogik und motorischer Entwicklung – kurz zusammengefasst, mit Einordnung für die Praxis und Link zur Originalarbeit. Jede Studie ist nach Evidenztyp gekennzeichnet: Nicht jede Bewegungsstudie ist ein Beleg für Motopädagogik im engeren Sinn.

Was die Kennzeichnungen bedeuten
Psychomotorik/Motopädagogik i.e.S.
Die Studie arbeitet tatsächlich psychomotorisch – kind- und erlebnisorientiert, handlungsbezogen – oder erhebt motopädagogische Konstrukte wie Selbstkonzept, Körperkonzept oder Handlungskompetenz. Kernbestand dieser Sammlung.
FMS-/sportwissenschaftliches Paradigma
Interventionsstudien im Rahmen der Fundamental Motor Skills: instruktionsgeleitet und fertigkeitsorientiert, meist mit TGMD oder MABC gemessen. Oft starke Effektstärken – aber kein direkter Wirksamkeitsnachweis für Motopädagogik, sondern Beleg für den allgemeinen Satz, dass Bewegung auf Kognition und Selbststeuerung wirkt.
Grundlagen/Theorie
Entwicklungspsychologische, neurowissenschaftliche oder theoretische Arbeiten zum Zusammenhang von Bewegung, Wahrnehmung und Kognition. Liefert das Begründungsgerüst, keine Wirksamkeitsaussage.
Methodenkritik
Zusätzliche Kennzeichnung für Arbeiten mit methodischen Einschränkungen – kleine oder wenig diverse Stichproben, Querschnittsdesigns ohne Kausalaussage. Bewusst mit aufgenommen, nicht ausgeblendet.